Herzlich Willkommen! Gottesdienst: sonntags 10 Uhr

Gedanken zur J a h r e s l o s u n g

Wie zeigt sich die Kraft Jesu in unserem Leben? Woran erkennen wir, dass ER in und durch uns wirkt? Tut er es überhaupt (noch)? – Vielleicht stellt sich der eine oder andere diese und ähnliche Fragen und es nagen Zweifel am eigenen Glauben, weil man sich oft schwach und machtlos fühlt. Schließlich wissen wir ja, dass der Glaube nutzlos ist, wenn er nicht unser alltägliches Leben beeinflusst und verändert (Jak. 2, 14). Und wer ist nicht schon von Mitchristen frustriert worden, die sonntags fromm reden und deren Verhalten im Alltag im krassen Gegensatz dazu steht. Die Jahreslosung für dieses Jahr spricht hier hinein:
Jesus Christus spricht:
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Gerade in der Situation, in der wir uns schwach fühlen oder auch schwach sind und Fehler machen, sagt Jesus uns dies zu. Die größte Sünde des Menschen war und ist der Entschluss, ohne Gott das Leben meistern zu wollen. Auf der Titanic soll angeblich am Rumpf unter Wasser ein großer Schriftzug mit den Worten „ohne Gott“ gestanden haben und genau quer durch diesen Schriftzug soll der Riss gegangen sein, durch den der Eisberg das Schiff zum Sinken gebracht hat. Ob dies nur behauptet wird oder stimmt, weiß ich nicht. Jedenfalls galt das Schiff als unsinkbar und der Slogan: „Nicht einmal Gott kann dieses Schiff versenken.“ ist glaubhaft belegt. Die Menschen meinten, ohne Gott klar zu kommen und das war für viele der Tod.
Wer selbst so „gut“ ist, dass er/sie keine Fehler macht, braucht Jesus nicht (jedenfalls denkt er/sie das und betrügt sich damit selbst). Wer aber „schwach“ ist und sich das eingesteht, kann immer wieder zu Jesus kommen und sagen: „Herr, ich hab’s mal wieder nicht geschafft, bitte vergib mir, bitte nimm mich an, so wie ich bin.“ Der Heilige Geist selbst wandelt dann den letzten Halbsatz des Gebetes in: „Danke, dass Du mich angenommen hast, wie ich bin.“ Auch in den Psalmen bekommt der Beter auf diese Art oft neue Kraft und neuen Mut.
Auch in der Gemeinde haben wir eine sehr hilfreiche Möglichkeit, dies zu erfahren. Wir können einem anderen aus der Gemeinde die eigene geistliche Not berichten und der kann uns dann die Zusagen der Bibel zusprechen, indem er (oder sie) unter der Leitung des Heiligen Geistes für das genannte Anliegen betet. Das gibt wirklich Kraft! Viele, die z.B. während des Lobpreises in der Cafeteria oder bei den Lobpreis-, Segnungs- und Heilungsgottesdiensten für sich haben beten lassen, konnten das erleben. Ich auch! Ihr könnt mich gerne danach fragen. Wir alle sollten dies viel mehr nutzen, denn das ist wirklich die Kraft Jesu, die da an uns wirkt.
    Michael Baumann

Namen – nichts als Schall und Rauch?

Für unsere Gemeinde haben wir am 1.1.2012 den Bibelvers gezogen: „Ein fester Turm ist der Name des HERRN; zu ihm läuft der Gerechte und ist in Sicherheit.“ [Sprüche 18,10]
Namen haben Bedeutung, auch heute noch. Firmen ändern ihre Namen, um bekannter zu werden. Deutsche Firmen bekommen einen englischen Namen, weil man weltweit agieren möchte. Und Kinder werden in der Grundschule je nach Namen von den Lehrern unterschiedlich eingeschätzt, so eine Studie. Aber wie kann ein Name zum Schutz werden?
„Wenn du das machst, bekommst du Ärger mit meinem großen Bruder.“ Das kann für ein jüngeres Kind ein starker Schutz sein, denn wer will schon Ärger mit dem großen Bruder? Hinter „großer Bruder“ oder dessen Name verbirgt sich eine Person, und die fürchten die kleinen Rabauken. Das geht natürlich auch in der Welt der Großen. Die Andeutung, mit einer mächtigen Person in bestem Verhältnis zu stehen, kann einen möglichen Gegner abschrecken, besonders feindlich zu handeln, denn mit diesem Mächtigen möchte man nicht aneinander geraten.
Genau so ist unser Bibelvers zu verstehen. »Der Name des HERRN*« ist nicht nur ein Name, ein Unterscheidungsmerkmal - dahinter steht eine Person; der Allmächtige.
Wer zu Gott flüchtet, ist in Sicherheit, so wie ein Turm vor Feinden, Hochwasser und Unwetter Schutz bietet. Schon die Nennung dieses Namens ist Schutz und Rettung. „Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet“, sagt schon der Prophet Joel.  Petrus und Paulus wiederholen das im Neuen Testament, weil es nicht nur ein Name, sondern vielmehr die Person dahinter ist.
Allerdings ist dieser Name nicht mit einem Zauberspruch zu verwechseln. Wer Gott missbräuchlich für seine Ziele benutzen möchte, fällt auf die Nase (Apg 19,13-17), aber für die Gottesfürchtigen ist der Schutz wirksam. Wer mit aufrichtigem Herzen bei Gott Hilfe sucht, wird Schutz und Rettung erleben.


Norbert Lorenz


Erklärung:
*Die unorthodoxe Schreibweise des Wortes HERR in vielen Bibeln ist die Fortführung der jüdischen Tradition, den Namen Gottes nicht zu gebrauchen, um ihn nicht versehentlich zu missbrauchen. Im biblischen Grundtext steht dort in der Umschrift: JHWH. Da im Standardhebräisch keine Vokale geschrieben werden, wusste bald niemand mehr wie dieser Name Gottes ausgesprochen wird und so sind heute bei uns Varianten von Jahwe bis Jehova gebräuchlich. Die meisten Bibelübersetzer verwenden, den jüdischen Geflogenheiten entsprechend, »HERR«. Die besondere Schreibweise lässt erkennen, wo originär der Name Gottes steht.